Die Verliebtheitsfalle

Bernd Frederich

Jetzt bestellen: Die Verliebtheitsfalle. Immer wieder muß man ernüchtert feststellen: Wieder nicht der Richtige. Oder: Schon wieder die Falsche. Es ist kein Zufall, wenn wir uns wiederholt in Menschen verlieben, die sich in kurzer Zeit als verheiratet, bindungsunfähig, depressiv oder verschwenderisch, als Chaoten, Putzteufel oder Hochstapler entpuppen. Ein erfahrener Familientherapeut zeigt, wie man trotzdem glücklich werden kann.

Bernd Frederich war Hausarzt von Beruf und ließ sich in der systemischen Familientheraphie ausbilden. Ihm war als Arzt aufgefallen, dass zwischen Erkrankungen wie Neurodermitis oder Asthma ein Zusammenhang mit der psychischen Verfassung bestand. Bei seinen Hausbesuchen spürte er teilweise feindselige Grundstimmungen zwischen den Familienangehörigen und ging der Frage auf den Grund, wie "falsche" Paarbindungen zustande kommen.

Sowohl Männer als auch Frauen sehnen sich nach Geborgenheit. Sie ist notwendig wie die Luft zum Atmen. Zwischen Paaren treten erst dann Probleme auf, wenn zuwenig miteinander offen über die gegenseitigen Wünsche gesprochen wird. Sein etwas eigenwilliger Tip lautet, dass sich bereits frisch verliebte Paare darüber schriftlich oder mündlich informieren. Dieser Check soll vor falschen Paarbindungen hüten. Denn wenn der eine kinderlieb ist und der andere seine ganze Konzentration der Karriere widmet, kann es kaum Einigung geben. Friedrich vergißt, dass nach diesem Schema die meisten Ehen geschlossen wurden und sich erst heute im Zuge der Emanzipation die Einstellungen verschoben haben.

Einleuchtender wirkt sein Schnittmengenmodell, nach dem möglichst viele gemeinsame Interessen, Überzeugungen oder Wertvorstellungen zwischen einem Paar überlappen sollten. Wenn kaum übereinstimmende Anteile vorhanden sind, wird es schwierig, eine Balance von Geben und Nehmen herzustellen. Entweder steckt der eine immer zurück oder aber die beiden leben sich auseinander. Diese Enttäuschung steigert sich dann eines Tages in feindliche Stimmungen oder psychosomatische Krankheiten.

Der Abschnitt über die anerzogenen Eigenheiten, steht in krassem Gegensatz zu dem, was Bestseller-Autor und Therapeut John Gray in seinen Büchern schreibt. Frederich hält es für schlecht, wenn sich ein angepaßter Mensch mit einem Rebellen zusammenschließt, um die eigene Lücke zu füllen. Das kann seiner Ansicht nach niemals gutgehen. John Gray hingegen rät lediglich, dass der Mann seine männlichen Anteile bewahren sollte und die Frau sich ihre Weiblichkeit aufrechterhält. Spannung und Unterschiede sind in seinen Augen die Würze, die eine Partnerschaft zur Vollendung bringt. --Corinna S. Heyn

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ISBN: 3268002250

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