Schokolade - das süße Glück

Sylvia Bieker, Christine Ellinghaus, Marion Boehm (Illustrator)

Jetzt bestellen: Schokolade - das süße Glück. Warum verdanken manche Menschen Tankstellen ihr Leben? Nein, nicht weil sie dort Treibstoff für den besten Freund des Menschen bekommen. Sondern weil man dort zu allen Tages- und Nachtzeiten und im Jogginganzug schnell und problemlos ein paar Portionen Glück kaufen kann: Schokolade, schön verpackt in Silberpapier. Ob hellbraun, tiefschwarz oder weiß, mit Nuss, mit Krokant oder Kaffee: Schokolade ist Seelenheil. Und allen Bedenken (die Figur!) zum Trotz das einzig wahre und wirksame Mittel gegen Liebeskummer, Stress, Ärger mit dem Chef, dem Partner und den Nachbarn. Deshalb ist sie auch ein paar weiterführende Betrachtungen wert: Was sagt die Lieblingssorte eines Menschen über seinen Charakter? Wie überwindet man die Melancholie angesichts einer leergegessenen Pralinenschachtel? Was ist besser, Sex oder Schokotrüffel? Dazu gibt's natürlich auch unentbehrliche Fakten: Rezepte, Adressen, Warenkunde.

Eines gleich vorweg: Für Typen, die mit einer Tafel Schokolade über eine Woche auskommen (jeden Tag ein Stück, sauber abgebrochen, den Rest wieder ordentlich eingewickelt und in die Schoko-Lade gelegt), ist dieses Buch nix. Denn: "Selbstbeherrschung ist gut -- Schokolade essen, genauer gesagt viel Schokolade essen, ist besser", ist der Grundtenor im Taschenbuch von Sylvia Bieker und Christine Ellinghaus.

Braun kommt es daher -- versteht sich, bei dem Thema -- mit einer mundwässernden Fotografie von hellen und dunklem Schokoladenallerlei als Cover. Innen drin gibt's schnoddrig-freches, liebevoll-launiges zum Thema Schokolade - das süße Glück.

Die beiden Autorinnen, durch regelmäßig-übermäßigen Schokokonsum prädestinierte Expertinnen, lassen sich abwechselnd über ihre Leidenschaft aus. Auch wenn anfangs Biekers holpriger Text über Schokoholiker und wie man sie von ihrer Sucht abbringen bzw. nicht abbringen kann, ein wenig Zahnschmerzen verursacht; was danach kommt, zergeht auf der Zunge und ist durchaus als Alternative zum Schokoladenaschen empfehlenswert.

Da geht's um Nougat, das viel sensibler als Krokant ist, um Herren und Schokolade und die Frage, ob's Lindt auch intravenös gibt. Da wird beherzt eine Typenlehre aufgestellt (Frauen, die Marzipanschokolade essen, lächeln viel und weinen leicht), aber auch durchaus grundsolide Information dargeboten. Wie entsteht aus den Samen der Kakaofrüchte das Seele und Geschmackspapillen gleichermaßen schmeichelnde süße Glück? Wo kann man sich zur Fachkraft für Süßwaren ausbilden lassen? Wo kommt die lila Kuh her? Besonderer Leckerbissen: (Internet-)Adressen aus aller Welt, vom Schokomuseum bis zur Schokokosmetik.

Schokolade - das süße Glück ist wie eine gelungene Pralinenmischung. Für jeden wahren Schokofreund ist etwas Leckeres dabei. --Anne Hauschild

Christine Ellinghaus, ist stellvertretende Chefredakteurin von Allegra und Schokoholikerin (Mindestration 100 Gramm pro Tag, aber vom feinsten). Sylvia Bieker, Schoko-Quartalsfresserin, ist freie Autorin, arbeitet aber vor allem daran, ihrer Freundin in ein Leben ohne Sucht zu helfen. Bei dtv ist von ihnen erschienen: »Schuhe. Kleine Philosophie der Passionen« (dtv 20320).

Jetzt bestellen: Schokolade - das süße Glück.

Taschenbuch, DTV

ISBN: 3423362065

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